Feste: Gemeinde Pfedelbach

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Pfedelbacher Schlossfest

Alle drei Jahre laden die Gemeinde Pfedelbach und die örtlichen Vereine zum Schlossfest ein. Gefeiert wurde von Freitagabend bis Sonntagnacht am letzten Wochenende vor den Sommerferien.

Die Schlossstraße, die ganze Fläche im Schlossgraben und der Schlosshof verwandelten sich in diesen Tagen in eine einzige Gourmetmeile. Geboten wurde für jeden Gaumen etwas: Herzhaftes wie Brutzelfleisch, Pommes Frites, Steaks, Würste und Zwiebelkuchen genauso wie Fischspezialitäten, Kuchen, Waffeln und Crépes, heimische Weine, Cocktails und mehr.

Musik und Unterhaltung versprühten ganz verschiedene Gruppen und Künstler auf und neben den drei Bühnen. Fröhlichkeit und Superstimmung herrschte überall.

Das Fest hat seit jeher seinen eigenen Reiz und führte wieder tausende Besucher nach Pfedelbach. Es gilt als Event weit über den Hohenlohekreis hinaus.

Das Pfedelbacher Schlossfest konnte im Jahr 2020 wegen der Corona-Krise leider nicht stattfinden!

Pfedelbacher Bierdorf

Bildernachlese zum 5. Pfedelbacher Bierdorf

Wenn Pfedelbach feiert, freut sich auch das Wetter. Der Beweis: Das 5. Pfedelbacher Bierdorf am vergangenen Wochenende, an dem sich das in diesem Jahr recht launische Wetter nochmals von seiner besseren Seite zeigte – zwar war es an beiden Tagen kühl, doch zu den Festzeiten trocken.

Die Gemeinde Pfedelbach sowie die teilnehmenden Vereine können rückblickend eine positive Bilanz ziehen: das Fest war an beiden Tagen mit geschätzten 4.000 Besucherinnen und Besuchern ein echter Besuchermagnet.

Der Dank aus dem Rathaus geht an den gemeindlichen Bauhof, die teilnehmenden Vereine und an alle Helferinnen und Helfer, welche die Logistik im Vorfeld und während des Festbetriebes auf die Beine gestellt haben. Gleichzeitig bedanken wir uns bei der Rathausnachbarschaft, die den Festbetrieb an beiden Tagen klaglos akzeptiert hat.

Das nächste Bierdorf findet im September 2022 statt.

Kinderfest Untersteinbach

Zu einem bedeutenden Fest in Untersteinbach zählt das Kinderfest. 
Da die Stiftungsurkunde leider verloren gegangen ist, herrscht bis heute Unklarheit über das Stiftungsdatum. 

Im Evangelischen Gemeindeblatt von Untersteinbach vom 6. Juni 1912 findet sich ein Bericht des damaligen Pfarrers Röhm:

„Das erste Kinderfest fand 1830 aus Anlass des 300. Gedächtnistages der Augsburger Konfession statt, der am dritten Sonntag nach dem Dreieinigkeitsfest gefeiert wurde. Am Feiertag Peter und Paul bildete dann das Kinderfest den Abschluss der Festlichkeiten. So heißt es in einem Bericht des damaligen Pfarrers Kern: „Nachmittag ein Uhr versammelte sich die Jugend von sämtlichen Schulen, wohl an 700 Kinder. Sie zogen von dem Schulgebäude auf eine nahe gelegene Wiese, wo sie mit Musik freudig empfangen wurden. Es waren Zelte von Maien und Tannenbäumen errichtet. Jedes Kind bekam eine Zweikreuzerbrezel und Wein. Die Kosten wurden auf die beteiligten Gemeinden umgelegt.“

Damit ist das Datum des ersten Kinderfestes eindeutig festgelegt. 
Verwirrung bei der Festlegung des Datums entstand deshalb, weil es zwei Schultheißen namens Weidner in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gegeben hat. Zum Einen den Gründer des Kinderfestes Adam Weidner (gestorben 1834), Schultheiß in Harsberg, und zum Anderen Philipp Weidner (gestorben 1848), Schultheiß in Untersteinbach.

Lange Zeit wurde angenommen, dass der Untersteinbacher Schultheiß Weidner das Kinderfest ins Leben gerufen hat. Ein Grund dafür war, dass er am 2. Mai 1848, in der Nacht seines Todes, 200 Gulden für das Fest gestiftet hat. Zu seinem Bruder, dem Schullehrer Weidner, sagte er: „Ich habe mich jetzt genug geplagt und übergebe es Dir, dass ich zu einem Kinderfest 200 Gulden stifte, wovon eine Wiese angekauft und solche in Pacht gegeben werden soll. Der Ertrag hieraus soll jedes Jahr am Tage des Kinderfestes verwendet werden.“

Schullehrer Weidner veranlasste, dass im Beisein von Pfarrer Kern die Worte wiederholt und aufgeschrieben wurden. Es kam zu einem Prozess, und bald standen die 200 Gulden für den Ankauf einer Wiese und eines Ackers zur Verfügung.

Aus einer Reihe von Stiftungen, die zum Teil auch aus Gleichen und Harsberg kamen, ragte eine besonders hervor, die Remshardtsche Stiftung. In einem Schreiben des Oberamts Öhringen vom 19. Juni 1876 wird berichtet, dass der Rotgerber Friedrich Remshardt (früher Schultheiß) und seine Frau zu Untersteinbach in einem gemeinschaftlichen Testament vom 25. Februar 1876 eine Wiese zur Vergrößerung des Platzes, auf welchem bisher schon jährlich das Kinderfest abgehalten wurde, bestimmt und spendiert haben. Die Witwe Remshardt hat diese Wiese im Frühjahr 1882 an die Stiftungsbehörde übergeben. Zur Erinnerung an die Stifter wurde auf der Stiftungswiese ein Gedenkstein errichtet und eine Steinbank aufgestellt. Daneben wurden drei Kastanienbäume angepflanzt.

Heute ist der Festbetrieb nicht mehr auf der Kinderfestwiese (darauf steht seit 1974 der Kindergarten), sondern auf dem Sportplatz. 
Das Kinderfest beginnt auf dem Marktplatz mit einer Ansprache des Pfarrers, Bürgermeisters oder Schulleiters im Wechsel. Vor dem Abmarsch singen die Kinder gemeinsam das Lied „Geh aus, mein Herz, und suche Freud in dieser lieben Sommerszeit“. Danach stellt sich der Festzug auf. 

Zogen früher die Kinder in ihren neuen Kleidern blumengeschmückt durchs Dorf, so stellt man heute jeden Kinderfestzug unter ein bestimmtes Motto, dementsprechend sich die Kinder verkleiden. Die Zeiten, in denen die Schulen mit den Schulkindern allein den Festzug gestalteten, sind längst vorbei. Seit vielen Jahren beteiligen sich auch die Vereine am Festzug und an den Spielen.

Ursprünglich ist das Untersteinbacher Kinderfest also ein kirchliches Fest. Die ganze Kirchengemeinde mit Harsberg, Gleichen, Obersteinbach und Büchelberg beteiligte sich daran. Als in diesen umliegenden Ortschaften die Schulen aufgelöst wurden, wurde es immer schwerer, dort Bürger zur Mithilfe zu gewinnen. Nur Harsberg und Gleichen feiern bis zum heutigen Tage mit. 

Durch die große Zahl anderer Feste im Steinbacher Tal hat das Kinderfest sicher in den letzten Jahren etwas an Attraktivität eingebüßt. So beschloss man 1981, das Kinderfest nur noch alle zwei Jahre zu feiern.