Aktuelles: Gemeinde Pfedelbach

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Aktuelles aus dem Rathaus

Keine vorsorglichen Anrufe bei der Feuerwehrleitstelle über die Notrufnummer 112

Autor: Stephanie Rüdele
Artikel vom 16.04.2019

Verbrennen von Reisig auf Feldgrundstücken

Ganzjährig stehen viele Grundstücksbesitzer vor dem Problem, wie sie Obstbaumschnitt und andere pflanzliche Abfälle auf Feldgrundstücken entsorgen können. Dies geschieht oft durch die Verbrennung der Abfälle unmittelbar vor Ort.

Nachdem Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) sind Erzeuger und Besitzer von Abfällen generell verpflichtet, diese vorrangig zu verwerten, soweit dies technisch möglich und wirtschaftlich zumutbar ist.

Das Verbrennen pflanzlicher Abfälle (Beseitigung) stellt lediglich eine Ausnahme von den Vorschriften des KrWG dar und ist nur möglich, wenn eine Verwertung nicht möglich bzw. zumutbar ist. Hierbei sind jedoch die Vorgaben der Verordnung der Landesregierung über die Beseitigung pflanzlicher Abfälle außerhalb von Abfallbeseitigungsanlagen zwingend einzuhalten. Die Anforderungen an die Verbrennung (Was darf wann und wie verbrannt werden?) sind in dieser Verordnung geregelt.

Die Verordnung bestimmt insbesondere:

Das Verbrennen von größeren Mengen pflanzlicher Abfälle ist der Ortspolizeibehörde (Rathaus) rechtzeitig vorher anzuzeigen. Sie kann die zur Wahrung von Sicherheit und Ordnung erforderlichen Anordnungen treffen, insbesondere hinsichtlich der Aufsicht und der Bereitstellung von Feuerlöscheinrichtungen.

Ein Anruf bei der Feuerwehrleitstelle ersetzt diese Anzeige nicht und birgt Gefahren in sich. Denn die Leitstelle kann in Anbetracht einer großen Zahl „angezeigter“ Feuer, verbunden mit der oft vagen Ortbeschreibung bei eingehenden Notrufen, in der Regel nicht feststellen, ob sich ein Notruf auf ein angezeigtes Feuer bezieht bzw. ob von einem angezeigten Feuer im Zeitpunkt des Notrufs tatsächlich keine Gefahr ausgeht. Eine unterlassene oder verspätete Alarmierung könnte aber im Ernstfall verheerende Folgen haben. Deshalb führt die Anzeige bei der Leitstelle regelmäßig nicht dazu, dass unnötige Feuerwehreinsätze vermieden werden können.

Darüber hinaus besteht durch die Überfrachtung der Notrufannahmen durch „Reisigfeueranmeldungen“ die Gefahr, dass dringende Notrufe vom Disponenten nicht entgegengenommen und entsprechend schnellstens alarmiert werden kann. Auch dies könnte schlimme Folgen haben.

Bitte rufen Sie daher nicht bei der Rettungsleitstelle an, wenn Sie Ihr Reisig auf Ihrem Feldgrundstück verbrennen möchten und beachten Sie, dass durch das Verbrennen der Anschein eines unkontrollierten Feuers entstehen, es zu einem Notruf und damit auch zu einem kostenpflichtigen Einsatz der Feuerwehr für den Verursacher kommen kann!

Für Fragen stehen Ihnen Haike Schramm oder Anette Egly zur Verfügung.