Geschichte Pfedelbach: Gemeinde Pfedelbach

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Aus der Geschichte der Gemeinde

Es wird angenommen, dass Pfedelbach um das 9. oder 10. Jahrhundert entstanden ist. Erste geschichtliche Kunde von seinem Bestehen gibt der Öhringer Stiftungsbrief aus dem Jahr 1037. Damals hieß Pfedelbach "Phadelbach". 1270 "Phedelbach", 1371 "Phfedlbach" und seit dem 15. Jahrhundert "Pfedelbach".
Historisches Zeugnis aus römischer und alemannischer Zeit ist ein sechseckiger römischer Wachtturm aus dem 2. Jahrhundert. Der Limes wurde um das Jahr 155 n. Chr. angelegt. Er schneidet die Pfedelbacher Markung von Südost nach Nordwest am Wachtturm vorbei durch den Gleichener See und die Steinbacher Ebene.

Während des Mittelalters war Pfedelbach Adelssitz mit Schloss. Die Siedlung war Amtsort in der Grafschaft Hohenlohe und zeitweilig Residenz der Linie Pfedelbach des Hauses Hohenlohe. Für das späte Mittelalter und die Neuzeit sind reichlichere, historische Quellen zu finden. Alte Verwaltungsunterlagen enthalten Nachrichten von Amtmännern und Vögten, Bauern und Handwerkern, Literaten und Künstlern.
Gerichtsprotokolle erzählen von berüchtigten Räuberbanden und Akten aus dem Pfarr- und Gemeindearchiv schildern die Sitten vergangener Tage. Der Leser wird Zeuge verheerender Hungersnüte im 19. Jahrhundert, die zu Auswanderungen in die "Neue Welt" führten.

Jenisch in Pfedelbach

Nach dem Aussterben der evangelischen Linie Hohenlohe-Pfedelbach versuchten die das Erbe antretenden katholischen Linien Hohenlohe-Schillingsfürst und Hohenlohe-Bartenstein, durch Ansiedlung Ortsfremder auf dem Heuberg den katholischen Bevölkerungsanteil zu erhöhen. Die Neusiedler, teilweise vorher nicht sesshaft, brachten ihre Sondersprache mit, das Jenische. Bis in die 1960er und 1970er Jahre war diese Varietät der deutschen Sprache noch bei einem Teil der Bewohner im Gebrauch. Zuletzt wurde aber die Sprache kaum mehr gesprochen. Doch bemüht man sich im kulturellen und schulischen Leben in Pfedelbach vereinzelt, diese Tradition zu bewahren. Der Bürgerverein Heuberg- Buchhorn lässt die Sprache des fahrenden Volkes in Theaterstücken wieder aufleben.

Darüber hinaus trägt die neue Gemeinde- und Festhalle den jenischen Namen Nobelgusch, was soviel wie ‚edles Haus‘ bedeutet.