Renaturierung Alt-Gleichener See

 

Der Startschuss für die Umbaumaßnahme des Biotops und Naturdenkmals im Landschaftsschutzgebiet am südlichen Ortsrand von Gleichen wurde aus Naturschutzgründen für diese Jahreszeit vorgesehen und ist nun gefallen: Der See wird renaturiert.

In diesem regenreichen Herbst führte der See erstmals seit sehr langer Zeit wieder etwas Wasser, ansonsten verlandet der See seit vielen Jahren und wächst mit Seggen zu. Der See, der als Kulturgut betrachtet wird, soll nun behutsam entschlammt werden. Mit dieser Maßnahme, die mit der unteren Naturschutzbehörde abgestimmt ist, wird wieder ein dauerhafter Wasserstand erreicht, der dann durch Pflege mehrere Jahrzehnte seinen Wert auch in ökologischer Sicht behält. Der höchste Wasserstand soll dabei dem historischen Ausgangszustand entsprechen. 

Von den Gleichener Bürgern früher auch als „Pferdeschwemme“ genutzt (durch Gleichen verlief eine nicht unbedeutende Handelsstraße), erfüllt der See heute hauptsächlich seine Funktion als Laichplatz für Amphibien. Die ursprünglich gepflanzten Weiden und die wild aufgegangenen Zitterpappeln werden daher teilweise entfernt. Weiter wird das Material der Verlandung schichtenweise bis zur Lehmschicht abgetragen und wenn möglich, auf landwirtschaftliche Flächen zur Bodenverbesserung aufgebracht. Außerdem wird der Rohrkolbenbestand komplett entfernt, während die Seggen und Binsen an den Uferzonen belassen bzw. durch Initialpflanzung aus dem Bestand wieder eingebracht werden.

Die Kosten für die Renaturierung betragen voraussichtlich knapp 42.000 €. Das Land Baden-Württemberg gewährt zur Projektförderung im Naturpark Schwäbisch – Fränkischer Wald hier einen Zuschuss in Höhe von 24.640 €.


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